Die heilende Sprache der Pferde in der Reittherapie

TherapiepferdKönnen Pferde heilen? Dass es gesund ist, auf dem Pferd zu reiten, ist bereits bekannt. Reiten stärkt den Gleichgewichtssinn und vermindert Haltungsschäden. Aber können Pferde heilen? Daran scheiden sich die Geister. Und die heilende Wirkung wird nicht nur von Krankenkassen bezweifelt. Doch immer mehr Therapeuten, Wissenschaftler und Ärzte versuchen, diese Zweifel aus dem Weg zu räumen. Denn ihre Erfahrung ist, dass Pferde Heilung ermöglichen können, und die Therapie sowohl physisch wie psychisch äußerst effektiv ist. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die sehr berührende und sensibel gedrehte Dokumentation von arte. Weiterlesen

Wir reiten unsere Pferde gebisslos

Gebisslos Reiten – Pferdegerecht umdenken

Das Wissen um die wahre Natur der Pferde ist die erste Grundlage der Reitkunst und jeder Reiter muss daraus sein Hauptfach machen. (Francois Robichon de la Guérinièe 1688 – 1751)

Mundhöhle des Pferdes - Anatomie

Bildquelle: Focus Pferd – Pferdegerecht Umdenken von Barefoot riders who care

Grundsätzlich ist wenig Platz im Pferdemaul für ein Gebiss, da das Pferd nur eine relativ kleine Mundhöhle hat.

Die meisten Gebissstücke drücken auf die Zunge bzw. Gaumen und sind oftmals zu dick. Schmale Gebissstücke hingegegen wirken schnell schmerzhaft und „scharf“ auf die empfindliche Pferdezunge.

Natürlich ist es auch möglich, mit einem Gebiss sanft, präzise und schonend zu reiten – dies entspricht jedoch oftmals nicht der Realität. Den Pferden wird ein so genannter Sperrriemen um das Maul geschnürt, wodurch Sie sich gegen eine grob einwirkende Reiterhand nicht wehren können.
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Wie schlafen Pferde?

Der Schlaf des Pferdes

Pferd döstDer Schlaf dient auch beim Pferd zur Regenerierung des Organismus. Wie auch beim Menschen können sich Schlafdefizite negativ auf den Organismus auswirken.¹
Wichtig für einen regenerativen Schlaf sind beim Pferd vor allem eine sichere und vertraute Umgebung, wie sie in einer Herde vorhanden ist. Unwichtig ist dabei ob sich das Pferd im Stall oder auf der Weide aufhält. Auch der Untergrund ist weniger von Bedeutung, da das Pferd als Steppentier sowohl an weiche als auch an harte Böden gewöhnt ist. Bei Gruppenhaltung ist zu beachten, dass sich die Tiere nicht gegenseitig stören, beispielsweise durch eine unklare Rangordnung oder der Platzierung von Futter im Liegebereich. Neben diesen Faktoren hängt der Schlaf und vor allem der Schlafrhythmus von weiteren äußerlichen Einflüssen, wie Witterung, Fütterung, Trainingszeiten und auch der Stimmung in der Herde ab.²
Generell können drei Stadien des Schlafes beim Pferd unterschieden werden. Diese sind das Dösen, das Schlummern und der Tiefschlaf.³
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Kommandosicherheit – Anforderungen an ein Therapiepferd

Gerade beim Therapeutischen Reiten muss sich der Reittherapeut zu 100% auf sein Pferd verlassen können. Deshalb ist es so wichtig, dass das Therapiepferd entsprechend ausgebildet ist und auf Kommandos reagiert.

Die Stimme ist bei der Ausbildung eines Therapiepferdes ein wirksames Instrument. Denn sie ist immer verfügbar und man kann sie – je nach Absicht – in der Lautstärke unterschiedlich variieren und einsetzen.

Das Hörvermögen der Pferde ist ausgezeichnet. Pferde hören ein Vielfaches besser als wir Menschen- Menschen hören im Frequenzbereich zwischen 18 und 20.000 Hertz- Pferde mindestens bis 38.000 Hertz. Deshalb kann man in der Ausbildung sich dieses  sensible Hörorgan zunutze machen, weil Pferde eben entsprechend empfindsam darauf reagieren.

Man sollte immer kurze – am besten zweisilbige – Kommandos verwenden. Zu kurze Kommandos verstehen Pferde schlechter, zu ähnliche Kommandos sollte man auch nicht für verschiedene Dinge verwenden (wie z.B. Nein und Fein). Manche Menschen neigen auch dazu in ganzen Sätzen mit ihren Pferden zu sprechen (das sollst du jetzt aber lieber lassen- anstatt Nein)- auch dies sollte man vermeiden- da es aus diesem „Klangsalat“ dann das eigentliche Kommando nicht mehr heraushören kann.

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Pferde verstehen: Arttypische Verhaltensweisen des Pferdes

Pferde verstehen

Unser Ziel soll es sein, die Pferde zu verstehen, da heißt dessen Wahrnehmung und Denkweisen richtig interpretieren zu können, den Standpunkt des anderen zu verstehen und die Dinge mit dessen Augen zu betrachten. (Henry Ford)
Die meisten Missverständnisse zwischen Reitern und Pferden treten auf, weil der Mensch seinem Vierbeiner menschliches Denken unterstellt und ihn nicht versteht.

Um Pferde besser zu verstehen, muss man sich erst das arttypische Verhalten ansehen.

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