Lamatherapie auf der Orenda-Ranch

Sie sind arrogant, mögen keine Nähe – und spucken. Es gibt viele Vorurteile gegen Lamas. „Toni“ würde darüber lachen, wenn wir ihn dann verstehen könnten. Denn auf „Toni“ passt diese Beschreibung überhaupt nicht. Im Gegenteil: Der Lama-Wallach hilft kranken Menschen in der Lamatherapie auf der Orenda-Ranch.
Mehr als 1500 Patienten hat der Achtjährige bereits „behandelt“ – mit Erfolg.

therapeutischer_lamaspaziergang

„Ich liebe ‚Toni‘. Er schafft es, dass ich mich wieder spüre“,

schrieb eine Frau an ihn und seine „Chefin“ Birgit Appel-Wimmschneider (51) aus Unterfranken. Die ausgebildete Psycho- und Reittherapeutin arbeitet seit sieben Jahren mit Lamas – und weiß, warum „Toni“ der Liebling ihrer Patienten ist.

Weiterlesen

Bevor die Seele dauerhaft erkrankt: „Mehr Herz für den Menschen“

Memorandum Leitende Ärzte aus der Psychosomatik setzen sich für einen gesellschaftlichen Dialog über die psychosoziale Lage in Deutschland ein

Bad Kissingen – Spätestens seit dem Selbstmord des Fußballspielers Robert Enke vor gut einem Jahr sind Burnout und Depression nicht mehr ganz die Tabu-Themen. sie sie es waren. Fakt ist, dass immer mehr Menschen an seelischen Erkrankungen leiden. Der Anteil dieser Erkrankungen an der Arbeitsunfähigkeit nimmt seit 1980 zu, 15 bis 20 Prozent sind es derzeit.

Weiterlesen

Das Kopfkino hört nicht auf

von Angelika Luga-Braun

Depression Patient Anton S. spricht über eine Krankheit, die immer noch tabuisiert wird.

Bad Kissingen – Er ist im besten Alter, 45, sportlich, kräftig gut aussend, aber sein wacher Blick ist leicht misstrauisch. Gerade so, als überlegte er doch, ob er – was er sich vorgenommen hat – zu der Zeitungsfrau tatsächlich über seine Krankheit sprechen soll, über Burnout, über Depression. Aber nach einer Weile des Zauderns, sagt Anton S. (Name von der Redaktion geändert), wie nach einem inneren Dialog: „Es ist in Ordnung. Es ist wichtig, dass Andere erfahren, dass es jeden treffen kann. Ja, ich will sprechen.“

Depressionen

Anton S. im Gespräch mit seinem Therapeuten Dr. Günter Wimschneider, einer der Unterzeichner des Memorandums.

Weiterlesen

Das Pferd rückt den Reiter gerade

In Maria Bildhausen nehmen mehrfach behinderte Menschen an einem Therapie-Projekt teil.

Effektive therapeutische Maßnahmen für mehrfach behinderte Menschen zu finden, ist eine schwierige Aufgabe. In der Einrichtung Maria Bildhausen läuft aktuell ein Projekt mit Pferden, das schon nach wenigen Wochen deutliche Erfolge zeigt.

Therapeutisches Reiten mit Behinderten

In Maria Bildhausen werden auch mehrfach behinderte Menschen betreut, die in den Werkstätten nicht arbeiten können. Diese Behinderten sind teilweise hyperaktiv, allgemein sehr schüchtern, haben anderen Menschen gegenüber Berührungsängste, neigen zu Depressionen, verweigern bisweilen Essen und Trinken, wollen nicht aus dem Bett aufstehen oder ein paar Schritte vor der Türe machen.
Weiterlesen

Mit dem Lama auf Tour Familien in Trauer verbrachten einen Tag auf der Orenda-Ranch

Den Erlebnistag auf der Orenda-Ranch hatte die Christian-Presl-Stiftung (Bad Kissingen) organisiert.

Die Teilnehmer hatten sich im Januar bei einem Familienwochenende für Trauernde in Bad Königshofen kennengelernt, sagt Cornelia Weber von der Presl-Stiftung. „Sie fühlten sich verbunden und wollten sich wiedersehen.“ Von der Orenda-Ranch in Burglauer wusste man bei der Stiftung schon und meldete die Gruppe dort an.

Jüngst war es dann soweit: Die Familien begaben sich dort mit ihren Kindern auf eine meditative Entdeckungsreise. Mit fünf Lamas wanderten sie durch Wälder und über Wiesen. „Lamas bauen Brücken zwischen Tier und Mensch, lösen Ängste und regen dazu an, festgefahrene Strukturen zu verlassen“, umschreibt Birgit Appel-Wimschneider den Erfolg eines solchen Tags.

Weiterlesen