Wir reiten unsere Pferde gebisslos

Gebisslos Reiten – Pferdegerecht umdenken

Das Wissen um die wahre Natur der Pferde ist die erste Grundlage der Reitkunst und jeder Reiter muss daraus sein Hauptfach machen. (Francois Robichon de la Guérinièe 1688 – 1751)

Mundhöhle des Pferdes - Anatomie

Bildquelle: Focus Pferd – Pferdegerecht Umdenken von Barefoot riders who care

Grundsätzlich ist wenig Platz im Pferdemaul für ein Gebiss, da das Pferd nur eine relativ kleine Mundhöhle hat.

Die meisten Gebissstücke drücken auf die Zunge bzw. Gaumen und sind oftmals zu dick. Schmale Gebissstücke hingegegen wirken schnell schmerzhaft und „scharf“ auf die empfindliche Pferdezunge.

Natürlich ist es auch möglich, mit einem Gebiss sanft, präzise und schonend zu reiten – dies entspricht jedoch oftmals nicht der Realität. Den Pferden wird ein so genannter Sperrriemen um das Maul geschnürt, wodurch Sie sich gegen eine grob einwirkende Reiterhand nicht wehren können.
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Kommandosicherheit – Anforderungen an ein Therapiepferd

Gerade beim Therapeutischen Reiten muss sich der Reittherapeut zu 100% auf sein Pferd verlassen können. Deshalb ist es so wichtig, dass das Therapiepferd entsprechend ausgebildet ist und auf Kommandos reagiert.

Die Stimme ist bei der Ausbildung eines Therapiepferdes ein wirksames Instrument. Denn sie ist immer verfügbar und man kann sie – je nach Absicht – in der Lautstärke unterschiedlich variieren und einsetzen.

Das Hörvermögen der Pferde ist ausgezeichnet. Pferde hören ein Vielfaches besser als wir Menschen- Menschen hören im Frequenzbereich zwischen 18 und 20.000 Hertz- Pferde mindestens bis 38.000 Hertz. Deshalb kann man in der Ausbildung sich dieses  sensible Hörorgan zunutze machen, weil Pferde eben entsprechend empfindsam darauf reagieren.

Man sollte immer kurze – am besten zweisilbige – Kommandos verwenden. Zu kurze Kommandos verstehen Pferde schlechter, zu ähnliche Kommandos sollte man auch nicht für verschiedene Dinge verwenden (wie z.B. Nein und Fein). Manche Menschen neigen auch dazu in ganzen Sätzen mit ihren Pferden zu sprechen (das sollst du jetzt aber lieber lassen- anstatt Nein)- auch dies sollte man vermeiden- da es aus diesem „Klangsalat“ dann das eigentliche Kommando nicht mehr heraushören kann.

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