Pferde, Lamas, Ziegen und Kaninchen gegen Depressionen

Reittherapie und Lamatherapie gegen psychische Erkrankungen – Praxisprojekt in Bayern

Weiches Fell und große Augen – die Orenda-Ranch im unterfränkischen Burglauer setzt auf ihre vierbeinigen Mitarbeiter. Pferde und Lamas, aber auch Hunde, Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen helfen Kindern und Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen wie Angst- und Wahrnehmungsstörungen oder Depressionen. Seit zehn Jahren bietet Birgit Appel-Wimschneider in ihrem Institut für Tiergestützte Therapie unterschiedliche Therapieformen an, unter anderem therapeutisches Reiten, therapeutische Lama-Spaziergänge und Führtraining. „Unsere Tiere bringen die Menschen sowohl körperlich als auch emotional in Bewegung“, sagt Birgit Appel-Wimschneider, die die Orenda-Ranch leitet. „Wir ermöglichen den Patienten, sich langsam von einem kleinen Tier wie einem Kaninchen über ein mittelgroßes Tier wie einen Hund oder eine Ziege an ein großes Pferd oder Lama anzunähern.“

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Interview mit Birgit Appel-Wimschneider zum Thema Tiergestützte Therapie

Was bedeutet der Name Orenda? Kann er mit dem Hintergrund der Ranch in Verbindung gebracht werden?

Orenda kommt aus der Sprache der Irokesen und ist die Bezeichnung für die »übernatürlich wirkende Kraft in Menschen, Tieren und Dingen“. In unserer Sprache würde es frei übersetzt heißen: „Seelenverbindung“. Die Orenda-Ranch ist ein Ort, an dem sich Menschen der eigenen schöpferischen Kraft wieder annähern können, um die Seele zu nähren, und Tieren sowie der Natur näher zu kommen.

Für welche Personengruppen sind tiergestützte Therapien zu empfehlen?

Ich biete seit 10 Jahren Therapeutisches Reiten für psychisch kranke Erwachsene und Kinder an. Das gesamte Orenda-Ranch-Team kann täglich miterleben, wie viel Freude die vielen verschiedenen Tiere den Menschen beim Berühren, Führen und Getragenwerden bereiten – und das oft schon nach kurzer Zeit. Die Tiere von der Orenda-Ranch bringen die Menschen sowohl körperlich als auch emotional (im wahrsten Sinne des Wortes) in Bewegung. Die Tiere nehmen den Menschen an, ohne ihn zu bewerten. Für viele ist dieses „annehmen“ eine ganz neue und heilsame Erfahrung. Negative Gedankenmuster wie “Mich mag eh keiner“ können so überprüft und korrigiert werden.

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Pferde als Therapeuten – ein erfolgreiches Konzept

In Maria Bildhausen blühen behinderte Menschen während einer „tiergestützen Therapie“ mit Pferden auf!
Maria Bildhausen. Effektive therapeutische Maßnahmen für mehrfach behinderte Menschen zu finden, ist eine schwierige Aufgabe. In der Einrichtung Maria Bildhausen läuft aktuell ein Projekt mit Pferden, das schon nach wenigen Wochen deutliche Erfolge zeigt.

Reittherapie mit Behinderten

In der Einrichtung Maria Bildhausen werden auch mehrfach behinderte Menschen betreut, die in den Werkstätten nicht arbeiten können. Diese Personen sind teilweise hyperaktiv, allgemein sehr schüchtern, haben anderen Menschen gegenüber Berührungsängste, neigen zu Depressionen, verweigern bisweilen Essen und Trinken, wollen nicht aus dem Bett aufstehen oder ein paar Schritte vor der Türe machen. Um diese Probleme abzubauen, läuft seit Juni diesen Jahres als Versuchsprojekt eine „tiergestützte Therapie“, die von den Mitarbeiterinnen Bettina Vollert und Melina Pineira organisiert, betreut, beobachtet und ausgewertet wird.

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Das Pferd rückt den Reiter gerade

In Maria Bildhausen nehmen mehrfach behinderte Menschen an einem Therapie-Projekt teil.

Effektive therapeutische Maßnahmen für mehrfach behinderte Menschen zu finden, ist eine schwierige Aufgabe. In der Einrichtung Maria Bildhausen läuft aktuell ein Projekt mit Pferden, das schon nach wenigen Wochen deutliche Erfolge zeigt.

Therapeutisches Reiten mit Behinderten

In Maria Bildhausen werden auch mehrfach behinderte Menschen betreut, die in den Werkstätten nicht arbeiten können. Diese Behinderten sind teilweise hyperaktiv, allgemein sehr schüchtern, haben anderen Menschen gegenüber Berührungsängste, neigen zu Depressionen, verweigern bisweilen Essen und Trinken, wollen nicht aus dem Bett aufstehen oder ein paar Schritte vor der Türe machen.
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Ziege Bonnie bekommt viel Liebe! Ein Besuch auf der Orenda-Ranch


Ganz viel Spaß gab es vergangene Woche für elf Beschäftigte der Behindertenwerkstatt Maria Bildhausen. Im Anschluss an einen Nordic-Walking-Kurs des Vereins Leib und Seele waren sie nämlich für zwei Stunden auf die Orenda-Ranch Burglauer eingeladen.

Erklärte Lieblinge und heiß begehrt waren ganz schnell die beiden drei Wochen alten Ziegen Bonnie und Clyde. Da wollte fast jeder mal eine Ziege auf den Arm nehmen, um mit ihr zu schmusen. Doch auch die jungen Häschen mussten nicht ungestreichelt in den Stall zurück.

Der Höhepunkt war dann die Begegnung mit den Therapiepferden Lippi, Mygla, Skardi und Herkules. Die Isländer hielten beim Putzen und Striegeln ganz geduldig still. Beim gemeinsamen Spaziergang mit Reittherapeutin Birgit Appel-Wimschneider durfte dann jeder einmal auf den Pferderücken. Ganz Mutige streckten dabei sogar beide Hände aus.

Vom Minischwein bis zum Kamel

Beim Kreativtag auf der Burgläurer Orenda-Ranch
„Guck mal, ein Kamel!“ So war einige Male zu hören, als am Samstag 15 Kinder zwischen drei und zwölf Jahren auf der Orenda-Ranch zu einem Kreativtag mit Tieren eintrafen. Kamel Rasta war allerdings nur eines von vielen Tieren, mit denen die Kinder sich anfreundeten.

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