Tiergestützte Therapie mit Kindern in Burglauer

Verantwortungsvoll mit Tieren umgehen

Autor: Melanie Jäger, Main-Post

Projekttag für Kinder auf der Orenda-Ranch in Burglauer

Tiertherapie mit Kindern

Fotoquelle: Mellenthin, Main-Post

Kontakt mit Tieren: Unter Anleitung von Reittherapeutin Laura Strobel (vorne) und Tierpflegerin Nele Zimmermann striegelten Niklas Werner und Geburtstagskind Paula Junginger (beide links) sowie Luisa Ledermann den Wallach Tindur. Im Hintergrund Biologin Birgit Appel-Wimschneider, die Leiterin der „Orenda-Ranch“, die verschiedene Möglichkeiten der tiergestützten Therapie anbietet.

Burglauer „Die Kinder sollen Kontakt mit lebendigen Tieren bekommen, keine Scheu zeigen, aber auch nicht zu sorglos sein. Wichtig ist uns auch, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren angebahnt wird“ nennt Klassenlehrerin Helga Weiß Gründe für den Projekttag auf der „Orenda-Ranch“ in Burglauer.

Nur einen kurzen Anmarschweg hatten die beiden zweiten Klassen der Grundschule Burglauer, die mit ihren Lehrerinnen Helga Weiß und Ruth Wagner zur „Orenda-Ranch“ am Ortsrand von Burglauer wanderten. Reittherapeutin Birgit Appel-Wimschneider bietet auf ihrer Ranch verschiedene Therapieangebote mit Pferden, Lamas und vielen anderen Tieren an.

Nach der Begrüßung standen sofort die Tiere im Mittelpunkt. Bei Tindur, einem Isländer-Wallach, führten die Kinder unter Anleitung von Reittherapeutin Laura Strobel und Tierpflegerin Nele Zimmermann die Pflege des Pferdes durch. Hingebungsvoll wurde das Fell gebürstet, beim Säubern der Hufe ging es etwas vorsichtiger zu Werke. „Wie groß, wie alt, was fressen die Pferde?“ waren nur einige der vielen Fragen, die die Kinder im Unterricht erarbeitet hatten und nun wissbegierig stellten.

Von ängstlich bis sorglos

Auch die Lamas, die Birgit Appel-Wimschneider für die tiergestützte Therapie (Lamatherapie) als besonders wertvoll ansieht, wurden ausgiebig bestaunt und gestreichelt. Wie auch im Verhalten gegenüber den Tieren, das von zu ängstlich bis zu sorglos reichte, gingen bei der Beurteilung der Lamas die Meinungen auseinander. Während Paula Junginger sich von den stolzen Tieren begeistert zeigte, brachte Calvin Fenner es mit „Die stinken“ auch auf den Punkt.

Mit Begeisterung wurde das Angebot, auf den Pferden zu reiten und Pferde und Lamas zu führen, angenommen.

Klassenlehrerin Helga Weiß war aber auch wichtig, den Projekttag nicht nur als Reit- und Streichelausflug zu sehen, sondern den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren als Lebewesen anzubahnen. „Es ist uns wichtig, den Kindern aufzuzeigen, dass Tiere Lebewesen sind, für die man Verantwortung übernehmen muss. Tiere, oft zu Weihnachten oder Festtage geschenkt, sind keine Spielzeuge, die man nach kurzem Gebrauch einfach in die Ecke stellen kann“ weist sie auf elementare Unterrichtsziele hin.

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Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierte Reittherapeutin des Bundesverbands, Beziehungstherapeutin, ADHS-Coach und Diplom Biologin. Auf unserer ORENDA-Ranch habe ich meinen Lebenstraum verwirklicht: Menschen in Kontakt zu bringen mit ihrer schöpferischen Kraft und dabei helfen meine Tiere. Seit dem Jahr 2000 biete ich tiergestützte Therapie im Einzelsetting und in Gruppen an. Seit einiger Zeit bin ich zertifizierte Reittherapeutin des Bundesverbandes für Therapeutisches Reiten und tiergestützte Therapie und aktives Mitglied im Berufsverband Tiergestützte Therapie und Pädagogik. Zudem bin ich anerkanntes Mitglied im Verein Züchter, Halter und Freunde der Neuweltkamelident e.V. Meine langjährigen Erfahrungen gebe ich in Form von professionellen Ausbildungen zum Reittherpeut/in, Lamatherapeut/in, Tierpfleger/in oder zum Coach für pferde- oder lamagestützte Interventionen weiter.

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